____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Misteln
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Misteln (Viscum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der SandelholzgewĂ€chse (Santalaceae)cite-ref-foc2010-1-0[1], nach einer alternativen Klassifikation in einer wiedererrichteten Familie Viscaceaecite-ref-nickrent-2-0[2]. Sie sind mit etwa 70 bis 120 Arten in der Alten Welt verbreitet, mit Verbreitungszentrum im sĂŒdlichen Afrika und auf Madagaskar. Wenige Arten erreichen gemĂ€Ăigte (temperate) Klimazonen.
Contents
âą Beschreibung
âą Ăkologie
âą Etymologie
âą Geschichte
âą Antike
âą Mittelalter
âą Neuzeit
⹠ToxizitÀt
âą Einzelnachweise
âą Weblinks
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Mistel-Arten sind immergrĂŒne oder schuppenblĂ€ttrige Halbschmarotzer, die auf BĂ€umen oder StrĂ€uchern wachsen, meist zweikeimblĂ€ttrigen, wenige Arten auf Nadelhölzern. Etwa zehn Arten parasitieren auf Arten der RiemenblumengewĂ€chse, die selbst parasitisch auf BĂ€umen wachsen, sind also Hyperparasiten. Die gröĂeren Arten erreichen eine LĂ€nge von etwa 2 Meter, die EuropĂ€ische Mistel als eine der gröĂten maximal etwa 2,5 Meter, daneben existieren Zwergpflanzen von wenigen Millimetern LĂ€nge.cite-ref-heide-3-0[3] Misteln sind im Wirtsgewebe durch ein Haustorium genanntes Organ verankert, das bei der Gattung aus der Keimwurzel (Radicula) hervorgeht, auf der Rinde kriechende (epikortikale) Wurzeln mit sekundĂ€ren Haustorien werden nicht ausgebildet. HĂ€ufig werden aber WurzelstrĂ€nge im Holz des Wirts, oberhalb von dessen Kambium gebildet, von denen im Xylem verankerte Senkwurzeln abgehen. Aus diesen kann dann an anderer Stelle ein neuer exophyter Trieb aus dem Wirtsgewebe hervorbrechen.cite-ref-kuijt-4-0[4] Die endophytischen, im Wirtsgewebe verborgenen Teile der Pflanze sind bei Misteln ebenfalls grĂŒn gefĂ€rbt.cite-ref-heide-3-1[3] Die freien (exophyten) Triebe sind meist verholzt, aber leicht brĂŒchig, bei einigen afrikanischen Arten krautig, bei sehr wenigen wie etwa Viscum capense sukkulent. Sie sind aufrecht oder hĂ€ngend, grĂŒn gefĂ€rbt und unbehaart, stielrund, abgeflacht (oft bei unbeblĂ€tterten Arten) oder vierkantig und je nach Art unterschiedlich verzweigt, meist gabelteilig (dichotom). Bei vielen Arten, so bei der europĂ€ischen weiĂbeerigen Mistel, wird jedes Jahr aus einer Knospe ein neuer Triebabschnitt gebildet, der nur aus einem langen Internodium, am Ende mit zwei gegenstĂ€ndigen BlĂ€ttern und einer terminalen Infloreszenz besteht; neue Triebe entstehen im nĂ€chsten Jahr aus den achselstĂ€ndigen Blattknospen (ein Dichasium). Dadurch resultiert ein sehr regelmĂ€Ăiges Verzweigungsmuster. Die gegenstĂ€ndigen LaubblĂ€tter sind ganzrandig, bei manchen Arten zu SchuppenblĂ€ttern reduziert.cite-ref-kuijt-4-1[4]
Im Extremfall (bei Viscum minimum) befindet sich mit Ausnahme der BlĂŒten fast die gesamte Pflanze innerhalb des Wirtes. Die etwa drei Millimeter langen Triebe tragen winzige grĂŒne BlĂ€tter. Die Frucht, eine einzelne Beere, besitzt ein Vielfaches der GröĂe der sie tragenden Pflanze.
Generative Merkmale
Viscum-Arten sind einhĂ€usig (monözisch) oder zweihĂ€usig (diözisch) getrenntgeschlechtig, also mit eingeschlechtigen, mĂ€nnlichen oder weiblichen, BlĂŒten entweder auf derselben Pflanze oder getrennt auf verschiedenen. Die BlĂŒtenstĂ€nde stehen im Grundplan endstĂ€ndig an den diesjĂ€hrigen Trieben, sie bestehen aus drei BlĂŒten, einer medianen und zwei seitlichen, die in den Blattachseln der beiden den BlĂŒtenstand einschlieĂenden SchuppenblĂ€tter gebildet werden. Als Abwandlung verzweigt sich die Einheit ein zweites Mal, wodurch einen fĂŒnfblĂŒtige Zyme resultiert. Misteln besitzen besondere, ungestielte und kissenartig ausgebildete, mehrkammerige StaubblĂ€tter, die Staubbeutel sind sitzend und ungestielt, sie öffnen sich durch Poren. Selten, wie bei der Zwergmistel, sind alle StaubblĂ€tter zu einem zentralen, sĂ€ulenartigen Synandrium verwachsen. Bei den einhĂ€usigen Arten ist in der Regel die zentrale BlĂŒte weiblich, die seitlichen mĂ€nnlich, bei den zweihĂ€usigen besteht der BlĂŒtenstand bei den weiblichen BlĂŒten oft nur aus einer einzelnen BlĂŒte. Die BlĂŒten der Mistelarten sind vierzĂ€hlig (selten dreizĂ€hlig, manchmal, wie bei Viscum minimum, beides auf derselben Pflanze).cite-ref-kuijt-4-2[4] BlĂŒten sind nektarfĂŒhrend, die NektardrĂŒse umgibt ringförmig den Stempel der weiblichen BlĂŒten. Die BlĂŒtenhĂŒlle ein einfaches Perianth, d. h. die BlĂŒtenblĂ€tter einfach und nicht in Kelch- und KronblĂ€tter differenziert (Tepalen), diese gehen auf die KronblĂ€tter zurĂŒck, die KelchblĂ€tter sind vollstĂ€ndig verschmolzen und nicht mehr sichtbar. Die BlĂŒten sind meist klein, selten gröĂer als drei Millimeter. Die gröĂten BlĂŒten in der Gattung besitzt Viscum cruciatum mit etwa 6 bis 8 Millimeter LĂ€nge. Bei der WeiĂbeerigen Mistel werden etwa vier Millimeter erreicht.cite-ref-kirkup-5-0[5]
Die BeerenfrĂŒchte sind oft weiĂ gefĂ€rbt, je nach Art auch gelb, orange, rosa oder rot. In den Beeren befinden sich meist nur ein einzelner Samen. Die OberflĂ€che ist bei einigen afrikanischen Arten nicht glatt, sondern durch zahlreiche Höcker rau.cite-ref-kuijt-4-3[4]
Ăkologie
Die BestÀubung erfolgt durch Insekten.
Eine Besonderheit der Mistel-FrĂŒchte und Samen liegt darin, dass keine Samenschale ausgebildet wird. Stattdessen bildet das Mesokarp eine klebrige Schicht aus Cellulose, Hemicellulosen und Pektinen, die als Viscin bezeichnet wird.cite-ref-doi10-1023-a-1009223730317-6-0[6] Die Samen werden von Vögeln verbreitet, die die FrĂŒchte fressen. Die klebrigen Samen können sich dabei z. B. an den Schnabel heften und werden spĂ€ter an Zweigen abgestreift oder passieren den Darm und werden mit dem Kot ausgeschieden.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Das Viscin wird nicht vollstĂ€ndig verdaut und sorgt dafĂŒr, dass die Samen auch nach der Passage durch den Vogeldarm an Zweigen haften. FĂŒr die Keimung der Samen ist das Verschlucken ohne Bedeutung.cite-ref-doi10-1007-s00442-014-3013-8-10-0[10]
Bei der Keimung entsteht unter den winzigen KeimblĂ€ttern ein âSchlauchâ mit endstĂ€ndiger Scheibe, aus der sich bei Kontakt mit einem geeigneten Wirt auf noch glatter Rinde ein Haustorium entwickelt, durch das der Keimling zu den Leitbahnen der Wirtspflanze vordringen kann.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Viscum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 1023 aufgestellt.cite-ref-euro-med-11-0[11]
Die Gattung Viscum gehört zur Familie der Santalaceae.cite-ref-foc2010-1-1[1] In der Literatur findet sich hĂ€ufig die frĂŒhere Einteilung in die eigene Familie der MistelgewĂ€chse (Viscaceae). Der US-amerikanische Botaniker und Mistel-Experte Daniel L. Nickrent favorisiert seit 1998 eine andere Phylogenie, die aber von der Angiosperm Phylogeny Group, bis einschlieĂlich der APG III-Klassifikation nicht ĂŒbernommen wurde. Er hat mit Kollegen im Jahr 2010 eine verĂ€nderte Klassifikation vorgestellt, bei der die Santalaceae aufgesplittet wurden, dabei hat er fĂŒr die Gattung Viscum und sechs andere Gattungen die traditionelle Familie Viscaceae wieder aufgestellt.cite-ref-nickrent-2-1[2] Darin sind ihm zahlreiche Botaniker gefolgt. Nach den molekularen Untersuchungen ist die wahrscheinliche Schwestergruppe der Misteln die Gattung Notothixos, die mit acht Arten von Ostasien bis Australien verbreitet ist.
Viscum-Arten sind in der Alten Welt in den tropischen, subtropischen und gemĂ€Ăigten Gebieten verbreitet.cite-ref-foc2010-1-2[1] Verbreitungszentrum der Gattung ist Afrika mit etwa 45 Arten, auch die Insel Madagaskar ist, mit etwa 30, d. h. einem Viertel aller Arten, artenreich besiedelt. Zweites Verbreitungszentrum ist das tropische Ostasien. Fast alle hier vorkommenden Arten sind einhĂ€usig (die afrikanischen ĂŒberwiegend zweihĂ€usig), viele ohne grĂŒne BlĂ€tter. Mit wenigen Arten werden Australien und Europa (je zwei Arten) erreicht. Zweite europĂ€ische Art neben der bekannten WeiĂbeerigen Mistel ist die rotbeerige Viscum cruciatum, die in Spanien, Marokko und im Nahen Osten vorkommt. In Ostasien erreichen mit Viscum nudum und Viscum coloratum auch zwei Arten die temperate Zone.
Die weiĂbeerige europĂ€ische Mistel wurde durch den bekannten amerikanischen PflanzenzĂŒchter Luther Burbank absichtlich in Kalifornien angesiedelt, wo sie nun als Neophyt etabliert ist.cite-ref-kuijt-4-4[4]
Arten (Auswahl):
âą WeiĂbeerige Mistel (Viscum album L.): Sie ist in mehreren Subtaxa in Eurasien und Nordafrika verbreitet.cite-ref-euro-med-11-1[11]
âą Viscum articulatum Burm.f.: Sie kommt in SĂŒd- und SĂŒdostasien, in China und Australien vor;cite-ref-foc2010-1-4[1] wĂ€chst auch parasitisch auf dem Parasiten Dendrophthoe.
⹠Viscum capitellatum Sm.: Sie wÀchst parasitisch auf den Parasiten Loranthus sowie auf anderen Viscum-Arten.
âą Viscum coloratum (Kom.) Nakai: Sie wurde frĂŒher als Unterart Viscum album angesehen und in Ostasien (China, Korea, Japan und Ostrussland) verbreitet.cite-ref-foc2010-1-5[1]
⹠Viscum crassulae Eckl. & Zeyh.: sukkulente Art, die auf sukkulenten Crassula-Arten wÀchst.
âą RotfrĂŒchtige Mistel (Viscum cruciatum Boiss.): Sie besitzt ein disjunktes Areal zum einen auf der Iberischen Halbinsel sowie Marokko zum anderen in Israel, Jordanien, Libanon sowie Syrien.cite-ref-euro-med-11-2[11] Als Neophyt kommt sie in Italien vor.cite-ref-euro-med-11-3[11]
âą Viscum cuneifolium Baker: Sie kommt in Madagaskar vor.
âą Zwergmistel (Viscum minimum Harv.): Sie ist die kleinste Viscum-Art und ist bis auf BlĂŒten und FrĂŒchte vollkommen endoparasitisch verborgen in sukkulenten Euphorbia-Arten.
⹠Viscum monoicum Roxb. ex DC.: Sie kommt in Indien, Bangladesch, Bhutan, Sikkim, Myanmar, Sri Lanka, Thailand, Vietnam und China (Guangxi, Yunnan) vorcite-ref-foc2010-1-7[1] und wird hÀufig von den eigenen SÀmlingen parasitisch befallen.
⹠Viscum nudum Danser: Sie gedeiht in WÀldern an BerghÀngen in Höhenlagen von 2000 bis 3800 Metern in den chinesischen Provinzen westliches Guizhou, Sichuan sowie Yunnan.cite-ref-foc2010-1-8[1] Wirtspflanzen sind Corylus ferox, Platycarya strobilacea, Prunus persica, Pyrus pashia, Quercus schottkyana und Betula-, Populus- sowie Salix-Arten.cite-ref-foc2010-1-9[1] In China wird sie als Heilpflanze verwendet.cite-ref-foc2010-1-10[1]
âą Viscum orientale Willd.: in Asien verbreitete Art.
âą Viscum ovalifolium DC.: kommt in Indien, Bhutan, Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam, in China und auf den Philippinen vor;cite-ref-foc2010-1-11[1]
âą Viscum rotundifolium L.f.: kommt in SĂŒdafrika vor.
âą Viscum triflorum DC.
Etymologie
Der Name Mistel (mhd. mistel, ahd. mistil) ist mit Mist (ahd. mist) verwandt. Mistelsamen werden von Vögeln gefressen und gelangen mit ihren Ausscheidungen (âVogelmistâ) wieder auf die BĂ€ume.cite-ref-13[13] Zugrunde liegt eine urgermanische Wurzel *mihst- (âMist; Harn, Kot, DĂŒngerâ), deutbar auch als â(klebrige) Ausschwitzung bzw. krankhafter Auswuchsâ (âSaft, Pflanzenschleim, Sekretionsstoffâ) auf der Wirtspflanze.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
Der botanische Gattungsname Viscum ist identisch mit dem lateinischen Wort viscum fĂŒr âLeimâ. Von den Römern wurde aus den klebrigen Beeren Vogelleim hergestellt, der dem Vogelfang diente. Der Begriff ViskositĂ€t (MaĂ fĂŒr ZĂ€hflĂŒssigkeit) geht auf spĂ€tlateinisch viscosus âklebrigâ zurĂŒck und damit ebenfalls auf viscum, den klebrigen Schleim der Mistelbeeren (Mistelleim).cite-ref-16[16]
Geschichte
Antike
Im ersten Jahrhundert beschrieben Dioskurides und Plinius Mistelpflanzen (âixosâ, âviscumâ), die vor allem auf EichbĂ€umen, aber auch auf ApfelbĂ€umen, auf BirnbĂ€umen und auf weiteren Baumarten wachsen. Plinius erkannte bereits, dass die Mistelncite-ref-17[17] bei ihrer Fortpflanzung auf die Hilfe von Vögeln angewiesen sind, indem ihre Samen durch den Kot der Vögel verbreitet werden (Naturalis historia Buch 16, Kapitel 93). Auch die Riten gallischer Druiden bei der Ernte der âEichen-Mistelnâ beschrieb Plinius ausfĂŒhrlich (Naturalis historia Buch 16, Kapitel 95; Medikamente aus Misteln: Buch 24, Kap. 6). Es handelt sich nicht um die heute so genannte Eichenmistel Loranthus europaeus, denn die einzige in Gallien vorkommende Mistelart ist die WeiĂbeerige Mistel Viscum album.
FĂŒr die medizinische Verwendung wurde ihnen die Kraft zugeschrieben, GeschwĂŒre zu erweichen und sie zur Reifung zu bringen. Die von der Eiche unter Anwendung von Ritualen gewonnene Mistel sollte bei Epilepsie und zur Förderung der EmpfĂ€ngnis der Frauen angewendet werden.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Mittelalter
Die Ărzte des Arabischen Mittelalters ĂŒbernahmen die von den griechisch-römischen Ărzten ĂŒberlieferten Angaben zur Mistel.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
Im Lateinischen Mittelalter schrieb Hildegard von Bingen ĂŒber die Wirkungen der âBirnbaum-Mistelâ. Sie gab nicht an, welcher Teil der Pflanze zu verwenden war. Die gepulverte âBirnbaum-Mistelâ sollte mit ebenso viel SĂŒĂholz vermischt und nĂŒchtern eingenommen werden. Dadurch wĂŒrden Schmerzen im Brustkorb und in der Lunge beseitigt. Eine aus âBirnbaum-Mistelâ, Olivenöl, Hirschtalg und Spica nardi bereitete Salbe empfahl sie zur Einreibung bei LĂ€hmungen (âgichtâ, âparalysimâ).cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Im Lateinischen Mittelalter weit verbreitet war ein âEichenmistel-Traktatâ. Bei der darin behandelten âEichenmistelâ handelt es sich nicht um die heute so genannte Eichenmistel Loranthus europaeus, sondern um die WeiĂbeerige Mistel Viscum album, die auch auf Eichen wĂ€chst. Ob die Autoren der Antike und des Mittelalters diese Arten ĂŒberhaupt unterschieden haben, bleibt unklar. Marzell meint, dass die in alten Apotheken als Eichenmistel gehandelte Mistel wohl eine weiĂe Mistel war und sehr selten von einer Eiche geerntet wurde. Vielmehr sei Eichelmistel als Handelsname zu verstehen.cite-ref-0-26-0[26] Der âEichenmistel-Traktatâ wurde in der ersten HĂ€lfte des 14. Jh.s im bairisch-österreichischen Raum verfasst und ab 1400 vom deutschen SĂŒdosten aus in den Nachbarmundarten verbreitet. Er richtete sich an Laien und Laien-Ărzte und fĂŒgte zu der Angabe der die Epilepsie verhĂŒtenden Kraft der âEichenmistelâ weitere Heilanzeigen in Form von wechselnden Versatz-StĂŒcken an.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]
Die Mainzer KrĂ€uterbuch-Inkunabeln des 15. Jahrhunderts (Herbarius Moguntinus 1484cite-ref-30[30] â Gart der Gesundheit 1485cite-ref-31[31] â Hortus sanitatis 1491cite-ref-32[32]) beschrieben die âEichen-Mistelâ. Der StraĂburger Chirurg Hieronymus Brunschwig jedoch schrieb ĂŒber die âwild affolter mystelâ (1500). Er meinte damit die WeiĂbeerige Mistel Viscum album, die auf einem wilden Apfelbaum wĂ€chst. Als Indikation fĂŒr diese Mistel gab er Lungenerkrankungen an. Brunschwig ĂŒbernahm damit die Indikation, die Hildegard von Bingen fĂŒr die âBirnbaum-Mistelâ angegeben hatte.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]cite-ref-35[35]
Neuzeit
16. Jahrhundert
Otto Brunfels 1537cite-ref-36[36] --- Leonhart Fuchs 1542/1543cite-ref-37[37] --- Hieronymus Bock 1546cite-ref-38[38] --- Mattioli / Handsch / Camerarius 1586cite-ref-39[39]
17. bis 19. Jahrhundert
In den Amtlichen ArzneibĂŒchern des 17. bis 19. Jahrhunderts wurden die StĂ€ngel und die BlĂ€tter der auf Eichen wachsenden WeiĂbeerigen Mistel aufgefĂŒhrt.
âą Vom letzten Viertel des 17. Jahrhunderts bis zum ersten Viertel des 19. Jahrhunderts als Bestandteil des Emplastrum Catagmaticum (Pflaster zur Förderung der Heilung von KnochenbrĂŒchen)
âą Vom ersten Viertel des 18. Jahrhunderts bis zum letzten Viertel des 19. Jahrhunderts als Bestandteil von Pulvern zur VerhĂŒtung von Epilepsie-AnfĂ€llen
| Ort â Titel | Jahr | Verwendeter Teil | Indikation â Zubereitung â Digitalisat |
|---|---|---|---|
| | | | |
| London. Pharmacopoeia Collegii Regalis Londini | 1677 | Die Mistel-StÀngel ( lignum ) | S. 166: Emplastrum Catamaticum (Digitalisat) |
| London (Jena). Pharmacopoeia Collegii Londinensis | 1701 | Die Mistel-StÀngel ( lignum ) | S. 323: Emplastrum Catamaticum Secundum (Digitalisat) |
| | | | |
| Edinburgh (Göttingen). Pharmacopoeia Collegii Regii Medicorum Edinburgensis | 1735 | S. 20: Pulver aus StÀngeln ( lignum ) (Digitalisat) | S. 86: Pulvis Antiepilepticus (Digitalisat) |
| | | | |
| StraĂburg. Pharmacopoeia Argentoratensis | 1725 | Die Mistel-StĂ€ngel ( lignum ) | S. 73: Emplastrum Catagmaticum, seu ad fracturas ossium (Digitalisat) |
| | | Pulver aus StĂ€ngeln und BlĂ€ttern | S. 138â139: Pulvis Epilepticus Marchionis (Digitalisat) |
| StraĂburg. Pharmacopoeia Argentoratensis | 1757 | Pulver aus StĂ€ngeln und BlĂ€ttern | S. 122â123: Pulvis Epilepticus Marchionis (Digitalisat) |
| | | | |
| Stuttgart PharmacopĆa Wirtenbergica | 1754 | S. 106: Pulver aus StĂ€ngeln (Digitalisat) | S. 139â140: Pulvis Epilepticus (Digitalisat) |
| Stuttgart PharmacopĆa Wirtenbergica | 1786 | S. 120â121: Pulver aus StĂ€ngeln (Digitalisat) | S. 139â140: Pulvis Epilepticus (Digitalisat) |
| | | | |
| Basel. Pharmacopoea Helvetica | 1771 | Pulver aus StÀngeln und BlÀttern | S. 193: Viscus . Spezifikum gegen Epilepsie (Digitalisat) |
| | | | |
| Berlin. PharmacopĆa Borussica | 1799 | Pulver aus StĂ€ngeln und BlĂ€ttern | S. 68 : Viscum album (Digitalisat) |
| Berlin (Leipzig). Pharmacopoea Borussica. 1: Einfache Mittel | 1828 | Pulver aus StĂ€ngeln und BlĂ€ttern | S. 883â885: Viscum album (Digitalisat) |
| Berlin (Braunschweig). Commentar zur Preussischen PharmakopĆ | 1849 | Pulver aus StĂ€ngeln und BlĂ€ttern | Band 2, S. 443: Viscum album (Digitalisat) |
| Berlin. PharmacopĆa Germanica | 1872 | Viscum wird nicht erwĂ€hnt (Digitalisat) | |
| | | | |
Historische Abbildungen
ToxizitÀt
Die WeiĂbeerige Mistel ist in allen Teilen schwach giftig, sie enthĂ€lt apoptotisch wirkende Mistellectine (wobei Laubholzmisteln höhere Durchschnittswerte als Nadelholzmisteln aufweisen) sowie Viscotoxine.cite-ref-51[51]
Das in allen Mistelarten und insbesondere den Beeren enthaltene Tyramin wirkt besonders in Verbindung mit MAO-Hemmern ebenfalls toxisch.
Einzelnachweise
cite-note-foc2010-11. â Huaxing Qiu, Michael G. Gilbert: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Viscaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Viscaceae Batsch. S. 240â245, â textgleich online wie gedrucktes Werk.
cite-note-nickrent-22. â Daniel L. Nickrent, ValĂ©ry MalĂ©cot, Romina Vidal-Russell, Joshua P. Der (2010): A revised classification of Santalales. Taxon 59 (2): 538â558. doi:10.1002/tax.592019
cite-note-heide-33. â Henning S. Heide-JĂžrgensen: Parasitic Flowering Plants. Brill NV, Leiden, The Netherlands, 2008, ISBN 978-90-04-16750-6. Viscum auf S. 127â136.
cite-note-kuijt-44. â Job Kuijt: Family Viscaceae. In Job Kuijt & Bertel Hansen (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants. XII Flowering Plants, Eudicots: Santalales, Balanophorales. Springer International Publishing Switzerland 2015, ISBN 978-3-319-09295-9. S. 169â185.
cite-note-kirkup-55. â Donald W. Kirkup, Roger M. Polhill, Delbert Wiens: Viscum in the context of its family, Viscaceae, and its diversity in Africa. Chapter 2 in: Arndt BĂŒssing (Hrsg.): Mistletoe. The Genus Viscum. (Medicinal and Aromatical Plants, Industrial Profiles). Harwood Academic Publishers, Amsterdam 2000, ISBN 90-5823-092-9
cite-note-doi10-1023-a-1009223730317-66. â Jun-ichi Azuma, Nam-Hun Kim, Laurent Heux, Roger Vuong, Henri Chanzy: The cellulose system in viscin from mistletoe berries. In: Cellulose. 7, S. 3â19, doi:10.1023/A:1009223730317.
cite-note-88. â Tony Hall, Steve Davis: Viscum album (mistletoe). Royal Botanic Garden Kew, archiviert vom Original am 21. Mai 2015; abgerufen am 7. Juni 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kew.org
cite-note-99. â Kahle-Zuber, Doris: Biology and evolution of the European mistletoe (Viscum album) Doktorarbeit, ETH ZĂŒrich, ZĂŒrich 2008
cite-note-doi10-1007-s00442-014-3013-8-1010. â Ana Mellado, Regino Zamora: Generalist birds govern the seed dispersal of a parasitic plant with strong recruitment constraints. In: Oecologia. 176, 2014, S. 139â147, doi:10.1007/s00442-014-3013-8.
cite-note-euro-med-1111. â P. Uotila, 2011+: Loranthaceae. Viscum Datenblatt In: Euro+Med Plantbase â the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
cite-note-parisiticplants-1212. â Viscaceae Batsch. The Parasitic Plant Connection, by Dan Nickrent.
cite-note-1313. â Duden online: Mistel
cite-note-1414. â Lars Hermodssin: Der Name der Mistel. In: Studia neophilologica 43, 1971, S. 173â179.
cite-note-1515. â Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache (1967), S. 481 f. (Mist und Mistel).
cite-note-1616. â Vgl. Duden online: viskos
cite-note-1717. â Soweit erkennbar behandelt er die europĂ€ische Viscum album
cite-note-1818. â Pedanios Dioskurides. 1. Jh. De Medicinali Materia libri quinque. Ăbersetzung. Julius Berendes. Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 BĂŒchern. Enke, Stuttgart 1902, S. 325 (Buch III, Kapitel 93): Ixos (Digitalisat)
cite-note-1919. â Plinius der Ăltere, 1. Jh. Naturalis historia Buch 16, Kapitel 93: Viscum (Digitalisat); Ăbersetzung KĂŒlb 1855 (Digitalisat). â Buch 24, Kapitel 6: Viscum (Digitalisat); Ăbersetzung KĂŒlb 1855 (Digitalisat)
cite-note-2121. â Avicenna, 11. Jh., Kanon der Medizin. Ăbersetzung und Bearbeitung durch Gerhard von Cremona, Arnaldus de Villanova und Andrea Alpago (1450â1521). Basel 1556, Band II, Kapitel 728: Viscus (Digitalisat)
cite-note-2222. â Pseudo-Serapion 13. Jh., Druck. Venedig 1497, Blatt 120v (No CLXVII): Viscus (Digitalisat)
cite-note-2323. â Abu Muhammad ibn al-Baitar, 13. Jh., KitÄb al-jÄmiÊż li-mufradÄt al-adwiya wa al-aghdhiya. Ăbersetzung. Joseph Sontheimer unter dem Titel GroĂe Zusammenstellung ĂŒber die KrĂ€fte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Hallberger, Stuttgart Band I 1840, S. 410: Viscum (Digitalisat)
cite-note-2424. â Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton ReuĂ (1810â1868): S. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Physica, Buch III, Kapitel 2: Birbaumes mistel. Migne, Paris 1855. Sp. 1218 (Digitalisat)
cite-note-2525. â Herbert Reier: Hildegard von Bingen Physica. Nach der Textausgabe von J. P. Migne, Paris 1882 ins Deutsche ĂŒbersetzt. Kiel 1980, S. 107. â â â Marie-Louise Portmann: Hildegard von Bingen. Heilkraft der Natur â âPhysica.â Augsburg 1991, S. 235â237.
cite-note-0-2626. â Heinrich Marzell: Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen. Neudruck der Ausgabe von 1938 vermehrt um ein Register. Reichl Verlag St. Goar, 2002, ISBN 3-87667-234-1, S. 82ff.
cite-note-2727. â Gundolf Keil: Eichenmisteltraktat. In: Gundolf Keil, Kurt Ruh et al. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. De Gruyter, Berlin / New York, Band 2 (1979), Sp. 392â393. â â â Annelore Högemann: Der altdeutsche Eichenmisteltraktat. Untersuchungen zu einer bairischen Drogenmonographie des 14. Jahrhunderts. (WĂŒrzburger medizinhistorische Forschungen 19), Pattensen 1981. â â â Gundolf Keil: Eichenmisteltraktat. In: Lexikon des Mittelalters. Band 3 (1999), Sp. 1667
cite-note-2828. â Der Handschriftencensus listete im Oktober 2022 bereits 51 EintrĂ€ge fĂŒr den Eichenmisteltraktat auf: (Digitalisat)
cite-note-2929. â Aus dieser Liste des Handschriftencensus sind sieben Textzeugen des 15. Jahrhunderts digital zugĂ€nglich: 1) Frankfurt a. M. UniversitĂ€tsbibliothek, Ms. germ. qu. 17, Blatt 311vbâ312ra: Eichenmisteltraktat, Elsass 1. Viertel 15. Jh., Schreibsprache elsĂ€ssisch (Digitalisat). 2) Heidelberg UniversitĂ€tsbibliothek Cpg 558, Bl. 197r/v: Eichenmisteltraktat, um 1470-um 1485 nordbairisch (Digitalisat). 3) Göttingen, Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek, 8° Cod. Ms. jurid. 391, Bl. 167v: Eichenmisteltraktat, 1474 oberfrĂ€nkisch (Digitalisat). 4) MĂŒnchen Staatsbibliothek, Cgm 467, Blatt 118râ119r: Eichenmisteltraktat, 1477, mittelbairisch (Digitalisat). 5) New Haven (Conn.), Yale Univ., Beinecke Rare Book and Manuscript Libr., MS 653, Bl. 125râv: Eichenmisteltraktat, Mitte 15. Jh. bairisch-österreichisch (Digitalisat). 6) Salzburg, UniversitĂ€tsbibliothek, Cod. M III 3, Bl. 324raâ324rb: Eichenmisteltraktat, 3. Viertel 15. Jh., rheinfrĂ€nkisch (Digitalisat). 7) Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. S. 386, Bl. 177r: Eichenmisteltraktat, 1463â1466 (Digitalisat)
cite-note-3030. â Herbarius Moguntinus, Mainz 1484, Teil II, Kapitel 27: Viscus ⊠in arbore glandium (Digitalisat)
cite-note-3131. â Gart der Gesundheit. Mainz 1485, Kapitel 33: Arbor glandis ⊠Item eychen mispel ⊠(Digitalisat)
cite-note-3232. â Hortus sanitatis 1491, Mainz 1491, Teil 1, Kapitel 496: Viscus (Digitalisat)
cite-note-3333. â Hieronymus Brunschwig. Kleines Destillierbuch, StraĂburg 1500, Blatt 16: Wild affolter mystel (Digitalisat)
cite-note-3434. â Heinrich Marzell Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. 5 BĂ€nde (unter Mitwirkung von Wilhelm Wissmann und Wolfgang Pfeifer). Stuttgart 1979, Band 4, Sp. 1206â1207.
cite-note-3535. â Dietrich Arends, Erika Hickel, Wolfgang Schneider: Das Warenlager einer mittelalterlichen Apotheke: (Ratsapotheke LĂŒneburg 1475), S. 86: Viscum quercinum. In: Veröffentlichungen aus dem Pharmaziegeschichtlichen Seminar der TH Braunschweig, 1957/4, Braunschweig 1960 (Digitalisat)
cite-note-3636. â Otto Brunfels. Ander Teyl des TeĂŒtschen Contrafayten KreĂŒterbĆŻchs. Johann Schott, StraĂburg 1537, S. 168: Mystel / Affolter (Digitalisat)
cite-note-3737. â Leonhart Fuchs. De Historia Stirpivm Commentarii Insignes: Maximis Impensis Et Vigiliis Elaborati, Adiectis Earvndem Vivis Plvsqvam quingentis imaginibus, nunquam antea ad naturae imitationem artificiosius effictis & expressis ; accessit ijs succincta admodum uocum difficilium & obscurarum ... Isengrin, Basel 1542, Kapitel 123 (S. 328): De ixo (Digitalisat); New KreĂŒtterbuch ⊠Michael Isingrin, Basel 1543, Kapitel 124: Mystel (Digitalisat)
cite-note-3838. â Hieronymus Bock. New KreĂŒtter BĆŻch. Wendel Rihel, StraĂburg 1546, Teil III, Kapitel 3: Mistel (Digitalisat)
cite-note-3939. â Pietro Andrea Mattioli. Commentarii, in libros sex Pedacii Dioscoridis Anazarbei, de medica materia. Ăbersetzung durch Georg Handsch, bearbeitet durch Joachim Camerarius den JĂŒngeren, Johan Feyerabend, Franckfurt am Mayn 1586, Blatt 277vâ278v: Misteln (Digitalisat)
cite-note-4040. â Nicolas LĂ©mery. Dictionnaire universel des drogues simples. Paris 1699, S. 815â816: Viscum (Digitalisat); Ăbersetzung. VollstĂ€ndiges Materialien-Lexicon. Zu erst in Frantzösischer Sprache entworffen, nunmehro aber nach der dritten, um ein grosses vermehreten Edition [...] ins Hochteutsche ĂŒbersetzt / Von Christoph Friedrich Richtern, [...]. Leipzig: Johann Friedrich Braun, 1721, Sp. 1190â1192: Viscum (Digitalisat)
cite-note-4141. â Albrecht von Haller (Hrsg.): Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apoteckerkunst eigen sind deutlich und vollstĂ€ndig erklĂ€ret [...]. Gaumische Handlung, Ulm / Frankfurt am Main / Leipzig 1755, Sp. 1328â1329: Viscum, Viscus quercinus (Digitalisat)
cite-note-4242. â William Cullen A treatise of the materia medica. Charles Elliot, Edinburgh 1789. Band II, S. 47: Viscus (Digitalisat). Deutsch. Samuel Hahnemann. Schwickert, Leipzig 1790. Band II, S. 57: Mistel (Digitalisat)
cite-note-4343. â August Friedrich Heckerâs practische Arzneimittellehre. Revidiert und mit neuesten Entdeckungen bereichert von einem practischen Arzte. Camesius, Wien, Band I 1814, S. 516â518: Lignum Visci, Mistelholz (Digitalisat)
cite-note-4444. â Philipp Lorenz Geiger: Handbuch der Pharmacie zum Gebrauche bei Vorlesungen & zum Selbstunterrichte fĂŒr Ărzte, Apotheker & Droguisten. Wolters, Stuttgart, 2. Band, 1. HĂ€lfte 1830, S. 721â722: Loranthus (Digitalisat); 2. Band, 1. HĂ€lfte 1830, S. 1553â1555: Viscum (Digitalisat)
cite-note-4545. â Dietrich Arends, Erika Hickel, Wolfgang Schneider: Das Warenlager einer mittelalterlichen Apotheke: (Ratsapotheke LĂŒneburg 1475). In: Veröffentlichungen aus dem Pharmaziegeschichtlichen Seminar der TH Braunschweig, 1957/4, Braunschweig 1960, S. 33: âVisci q(ue)rc(ini)â (Digitalisat)
cite-note-4646. â Paul Reinsch: BeitrĂ€ge zur chemischen Kenntniss der weissen Mistel (Viscum album L.). In: Neues Jahrbuch der Pharmacie, 14 (1860), S. 129â161: Viscin (Digitalisat)
cite-note-4747. â August Husemann / Theodor Husemann: Die Pflanzenstoffe in chemischer, physiologischer, pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht. FĂŒr Aerzte, Apotheker, Chemiker und Pharmakologen. Springer, Berlin 1871, S. 1135: Viscin und Viskautschin (Digitalisat)
cite-note-4848. â Köhlerâs Medizinal-Pflanzen. Gera 1887, Band 1, No. 29: Viscum album (Digitalisat)
cite-note-4949. â Hagers Handbuch der pharmaceutischen Praxis fĂŒr Apotheker, Ărzte, Drogisten und Medicinalbeamte. Springer Berlin, ErgĂ€nzungsband 1908, S. 781â782: Viscum album (Digitalisat)
cite-note-5050. â Wolfgang Schneider: Lexikon zur Arzneimittelgeschichte. Sachwörterbuch zur Geschichte der pharmazeutischen Botanik, Chemie, Mineralogie, Pharmakologie, Zoologie. Govi-Verlag, Frankfurt a. M., Band V/3 1974, S. 404â406: Viscum (Digitalisat)
cite-note-5151. â CliniPharm/CliniTox
WeiterfĂŒhrende Literatur
âą Hans Christian Weber: Parasitismus von BlĂŒtenpflanzen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993.
âą Eberhard Teuscher: Viscum. In: Rudolf HĂ€nsel, K. Keller, H. Rimpler und G. Schneider (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 5. Auflage, Springer, Band 6 (1994), S. 1160â1183
âą H. S. Heide-Jorgensen: Parasitic Flowering Plants. Brill Academic Publishers, 2008, ISBN 978-90-04-16750-6.
Weblinks
Commons
: Misteln (
Viscum
)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą heimat-pfalz.de: Die Mistel â eine alte Zauber- und Heilpflanze
âą Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Westfalen Regional, Wilfried Stichmann, Ursula Stichmann-Marny, lwl.org: Mistellandschaften zwischen Lippe und Haarstrang